Beim Favoriten ohne Chance
Freie Presse,
der 17.12.2001
 

Aue.
Auf der Matte des Spitzenreiters der 2. Bundesliga mussten die Ringer des RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau die erwartete Niederlage hinnehmen. Dabei waren die Schützlinge von Trainer René Schreiter beim 8:29 in Aue chancenlos. Während den Gastgebern sechs vorzeitige Siege gelangen, konnten auf Seiten des RSK - genau wie im Hinkampf - lediglich Daniel Franke und Ondrej Jaros ihre Kämpfe gewinnen.
Daniel Franke hatte zu Beginn leichte Probleme. Nach zweieinhalb Minuten konnte er jedoch seine "Eigenkreation eines Kopfhüftwurfes" (Schreiter) anbringen und auf Schultern siegen. Etwa genauso lange dauerte der Kampf von Ondrej Jaros, der ohne größere Blessuren von den Welttitelkämpfen zurückgekehrt war. Trotz der unfairen Kampfweise des Auer Vertreters, der für seine Beinarbeit zwei Verwarnungen kassierte, war der Tscheche dank Rollen und Aushebern technisch überlegen.
Der Vergleich zwischen Aue und dem RSK war jedoch schon entschieden, lange bevor Jaros beim Zwischenstand von 21:4 für die Gastgeber die Matte betrat. Zu krass waren die Unterschiede zwischen beiden Teams. Schreiter sprach hinterher von einer "klaren Unterlegenheit" seiner Mannschaft "im physischen und technischen Bereich".
Lediglich Johannes Mai und Mirko Schmidt kamen über die Zeit. Aber auch sie mussten sich dem Kampfstil ihres Gegenübers beugen. Carsten Einhorn, Robin Schmidt, Henning Seemann, André Manegold und Alexander Böhm waren ohne jede Chance. Für sie war laut Schreiter nicht mehr drin. "Zumindest sind wir verletzungsmäßig verschont geblieben", meinte der Coach, der sich jetzt voll auf den letzten Vergleich mit Albrechts konzentriert.

(Andreas Bauer)
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