St. Ingbert. Ohne großartige Erfolge, dafür aber mit so mancher interessanten Erfahrung kehrten die Ringer des RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau vom Großen Preis des Saarlandes aus St. Ingbert zurück. Da viele der 100 Teilnehmer zu Teams der ersten Bundesliga gehörten, hatten es die Gelenauer schwer. Zugleich war es ein Erlebnis, gemeinsam mit Medaillengewinnern bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen an den
Start zu gehen.
So manche spektakuläre Aktion von international erfolgreichen Athleten war in St. Ingberg hautnah mitzuerleben. Bedauerlich war nur, wenn man diese wie Björn Lehnert (63 kg/Freistil) am eigenen Leib erfahren muss. Er verlor gegen den Zweiten von Sydney, Yevgen Buslovych, auf Schultern.
Auch Peter Ehnold (76 kg/Freistil) fand gegen die Rollen seiner prominenten Konkurrenz keine Abwehrmöglichkeit und unterlag dem viermaligen Weltmeister Araik Guevorkian. Ohne Sieg blieben weiterhin Johannes Mai (58 kg), Robin Schmidt (69 kg) und Carsten Einhorn (69 kg), die allesamt im
griechisch-römischen Stil angetreten waren.
Doch René Schreiter, der Trainer des RSK, konnte bei dem äußerst stark besetzten Turnier auch positive Kampfausgänge verzeichnen. Mirko Schmidt (130 kg/griechisch-römisch) erreichte nach einem 4:1-Sieg im Viertelfinale und einer Niederlage im Halbfinale sogar den Kampf um Platz drei. Dort war ihm allerdings der deutsche Vizemeister Pius Grenz technisch überlegen.
Mit Rang vier war Schmidt der erfolgreichste Gelenauer. Der Zschopauer Daniel Franke (54 kg/Freistil) erreichte immerhin Platz fünf. Beeindruckend war dabei, dass er nach seinem Schultersieg zum Auftakt gegen den Sechsten der Olympischen Spiele, Vitalie Railean, punkten konnte. Am Ende war aber Franke seinem Kontrahenten im Viertelfinale technisch unterlegen.
Als Sechste beendeten Henning Seemann (69 kg) sowie André Manegold (85 kg) vom RSK das Turnier im griechisch-römischen Stil mit einem beachtlichen Ergebnis. Seemann, der zunächst Robin Schmidt im vereinsinternen Duell 11:4 besiegt hatte, musste sich im Viertelfinale mit 3:7 nur knapp geschlagen geben. Manegold, der seinen ersten Vergleich 2:1 gewonnen hatte, war im Duell mit dem Junioren-Europameister Thomas Reinshage dagegen chancenlos.
Ähnlich erging es Robert Klunker (76 kg/Freistil). Er hatte zu Beginn noch mit 3:0 die Oberhand behalten, wurde dann aber genau wie zuvor Vereinskamerad Ehnold von Guevorkian aus dem Turnier geworfen, das viele Teilnehmer an Rang und Namen zu bieten hatte.
von Andreas Bauer |