böse Zwischenfälle beim Gelenauer Trainingslager in Keczkemet
FP, 17. 8.01
 

Keczkemet/Szekesfehervar.
Bei der unmittelbaren Vorbereitung auf die 2. Ringer-Bundesliga mussten die Gelenauer bei ihrem Trainingslager in Keczkemet böse Zwischenfälle in Kauf nehmen. Zwar erfüllten die Sportler die geforderten Umfänge, doch ungewollte Überraschungen blieben nicht aus.

Umweg und Einbruch
Dies begann bereits mit der Anreise. Der Henning hatte vergessen, seinen Ausweis in den Seemannssack zu packen. Folge: RSK-Chef Steffen Mai musste über Berlin Richtung Puszta touren und 600 Kilometer Mehraufwand in Kauf nehmen. Doch dies war noch nicht alles. In Ungarn wurde einen Tag später die Scheibe eines der Kleinbusse zertrümmert, das Autoradio sowie mehrere Taschen mit Dokumenten, Telefon, Schuhe, Brille und Fotoapparat gestohlen. Darunter befand sich der Startausweis von Carsten Einhorn, der tags darauf bei der Oldie-Weltmeisterschaft in Szekesfehervar starten sollte. Hektik kam auf, Kripo und Spurensicherer mussten ran, ein Dolmetscher wurde gebraucht. Einhorns Abschlusstraining endete als Protokollaufnahme im Polizeipräsidium
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Hitze und Training
Täglich Frühsport und zwei Übungseinheiten, dazwischen Ruhephasen, Spiele oder Baden hatten die Trainer René Schreiter und Wilfried Richter auf dem Programm stehen. Bei der Hitze in Keczkemet, als das Thermometer noch 19 Uhr über 30 Grad anzeigte, floss der Schweiß in Strömen, in der unklimatisierten Halle des Olympiastützpunktes trieften die Athleten außergewöhnlich. Flüssigkeitsaufnahme war für sie deshalb oberstes Gebot, wenn Kampfübungen, Technikschulung oder Trainingswettkämpfe auf dem Plan standen. "Alle haben gut mitgezogen. Ich denke, wir sind für die am 25. August in Thalheim beginnende Serie gerüstet. Verletzt hat sich zum Glück niemand", zog Schreiter ein erstes Fazit. Nun beginnt die unliebsame Phase der Gewichtsreduzierung. Bis zu zwölf Pfund müssen einige in den kommenden zehn Tagen bis zum Saisonstart abspecken, ohne ihre Leistungsfähigkeit einzubüßen. "Ich denke, alle schaffen es", so Schreiter. Richtige Ernährung, Sauna und viel Training machen dies möglich. Unterstützende Mittel, beispielsweise harntreibende Substanzen, stehen auf der Dopingliste.

Sieg und Niederlage
Carsten Einhorn musste bereits diesmal 63 Kilogramm nachweisen. Nach den Querelen um den Startausweis gelang ihm dies für die Oldie-Weltmeisterschaft nahezu problemlos. Auf der Matte war er mit sich allerdings nicht zufrieden. "Ich habe meine Medaille verschenkt", wertete er selbstkritisch. Dabei hatte es gegen Istvan Kiebr blendend begonnen. 10:0 fegte er den Ungarn weg. Doch gegen Valerie Marinov wählte er das falsche Mittel. "Ich hätte eine Rolle, nicht den verkehrten Ausheber probieren müssen", sagte er nach dem 1:3. Zu seinem Unglück unterlag er trotz der Anfeuerungen durch seine Teamgfährten um Bronze auch dem Dänen John Ottesen 1:4.

von Thomas Schmidt
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