Entscheidung lange offen
Freie Presse,
4.12.01
 

Gelenau.
"Wir haben mehr Kampfgeist gezeigt als in der Hinrunde", bilanzierte Gelenaus Trainer René Schreiter nach dem zweiten Duell dieser Saison gegen den KSV Pausa. Dennoch reichte es für den RSK "Jugendkraft 1898" auch in diesem Duell der 2. Ringer-Bundesliga nicht zum Erfolg. Am Ende zogen die Gastgeber mit 11,5:17 den Kürzeren. Schreiters Bilanz fiel am Ende etwas ernüchternd aus: "Einige unserer Athleten rennen ihrer Form hinterher." Dabei hatte er zuvor noch gefordert, dass jeder bis an die Schmerzgrenze gehen muss. Doch der Coach übte nicht nur Kritik, denn ein Teil des Teams setzte die Anweisungen um. So kämpfte Daniel Franke, der für die richtige Stimmung zum Auftakt sorgte, in einem abwechslungsreichen Kampf (22:11) bis zur völligen Erschöpfung. Auch Mirko Schmidt zog sich gegen den Sechsten der Olympischen Spiele von Atlanta, Igor Grabovetchi, ordentlich aus der Affäre (0:1).
Routinier Einhorn überzeugt Die anschließenden Duelle nahmen aus Gelenauer Sicht nicht den erhofften Verlauf. Zunächst versuchte Johannes Mai zwar alles, fand aber nicht das richtige Konzept (1:6). Kurz darauf unterlag der vor allem in Bodenlage hilflos wirkende Alexander Böhm auf Schultern. Doch die Fans sollten an diesem Tag im Gegensatz zu den letzten Heimkämpfen dennoch auf ihre Kosten kommen, was unter anderem an Carsten Einhorn lag, der trotz der starken Abwehr seines Gegners überzeugte. Im zweiten Kampfabschnitt sorgte vor allem Ondrej Jaros für Jubel. Gelenaus tschechischer Weltmeisterschaftsteilnehmer bewies mit seinen (verkehrten) Aushebern wenige Tage vor den Titelkämpfen in Griechenland, dass er in guter Form ist. Zwar verloren anschließend Robin Schmidt und André Manegold, doch war durch den Punktsieg von Henning Seemann vor dem letzten Vergleich noch alles möglich. Robert Klunker, der für einen Gesamtsieg vier Punkte hätte holen müssen, agierte aber zu verhalten.

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von (ab)
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