2. Bundesliga
RV Thalheim- RSK Gelenau 13,5 : 12,5
FP, 27. 8.01
 

Thalheim.
Die Dramatik war beim Auftakt der Gelenauer Ringer zur neuen Saison der 2. Bundesliga nicht zu überbieten. Beim Erzrivalen in Thalheim musste sich der RSK "Jugendkraft 1898" mit 12,5:13,5 hauchdünn geschlagen geben. Zuvor hatten zehn, größtenteils spannende Kämpfe und hitzige Wortgefechte den mit 860 Zuschauern gefüllten Thalheimer Sportpark zum Kochen gebracht.

 
 

Große Aufregung herrschte bereits, bevor ein Kämpfer überhaupt die Matte betreten hatte. Gelenaus Neuzugang Ondrej Jaros (76 kg/griechisch-römisch) war mit zehnminütiger Verspätung eingetroffen und hatte damit heftige Diskussionen unter den Verantwortlichen beider Vereine und dem Kampfrichter ausgelöst. Nach 30 Minuten fiel schließlich die Entscheidung, ihn kämpfen zu lassen. Den Protest, den die Gastgeber daraufhin angekündigt hatten, konnten sie sich am Ende sparen. Schließlich reichten die zwei Punkte, die Jaros im letzten Duell des Abends gegen seinen tschechischen Landsmann Petr Bielezs nach Verlängerung holte, nicht mehr. Dabei hatte es für den RSK zunächst gut ausgesehen. Daniel Franke (54 kg) brannte gegen Tino Korb ein wahres Feuerwerk von Bodentechniken ab. Seinen vier Punkten (15:0) folgten zwei weitere durch Mirko Schmidt (130 kg), der Heiko Krauß 2:1 besiegte. Johannes Mai (58 kg) erfüllte anschließend die Erwartungen. Während er gegen Thomas Berger nur eine Wertung zuließ, war Ralf Richter (97 kg) gegen Sebastian Ecklebe chancenlos. Jubeln konnten die RSK-Fans bei Robin Schmidt (63 kg), der Sebastian Weckener klar bezwang (7:1) und damit den 8,5:8,5-Pausenstand besorgte.

 
 

In der zweiten Kampfhälfte hatte Gelenau weniger Glück. Henning Seemann (85 kg), der zehn Kilogramm leichter war als sein Kontrahent Silvio Krauß, schlug sich zwar wacker. Carsten Einhorn (69 kg/griechisch-römisch) musste gegen Dominic Förster aber eine unglückliche 4:5-Niederlage hinnehmen, wobei eine Rolle von Förster mit einer "Drei" gewertet wurde. Der Sieg von Robert Klunker (76 kg/Freistil) sollte nichts mehr bringen, da Peter Ehnold (69 kg/ Freistil) gegen die Beinangriffe von Mirko Laumann kein Rezept fand und Jaros kein vorzeitiger Sieg gelang.

von Andreas Bauer
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