Taucha.
"Alles in Butter", lautet das Fazit nach dem vorletzten Kampftag der 2. Ringer-Bundesliga. Athleten und Fans des RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau dürfen sich auf ein stimmungsvolles Saisonfinale mit einer großen Feier freuen. Denn nach dem 18:11-Erfolg in Taucha und der gleichzeitigen Niederlage von Pausa/ Plauen in Frankfurt/Oder ist der Bronzeplatz nur noch rein theoretisch zu verlieren. "Wir können uns am kommenden Sonnabend nur selbst schlagen", sind sich die Gelenauer einig. Dabei sah es zur Pause noch gar nicht danach aus, als würde der RSK siegreich die Tauchaer Matte verlassen, da die Gastgeber 9:6 führten. Doch Gelenaus Trainer René Schreiter beruhigte die Gemüter: "Wir liegen im Plan, sogar noch etwas besser." Er hatte wohl den "Vierer", den Daniel Franke mit Konsequenz gegen den früheren ukrainischen Meister Stepanow erarbeitete, nicht eingeplant. Doch wie Gelenaus Leichtester seine erste Chance gegen den sich regelwidrig wehrenden Kontrahenten nutzte, nötigte Respekt ab und stellte eine Art Initialzündung dar. Dass dann Peter Ehnold, Johannes Mai und Alexander Böhm verlieren würden, war kalkuliert. Aber nach Falk Hofmanns knappem Punktsieg ging es mit Optimismus in die Halbzeit. Vor einem hektischen Publikum musste dann Carsten Einhorn ran. In einem haarigen Duell ging der Routinier in Führung, musste aber seiner langen Verletzung später Tribut zollen. Es sollte jedoch der letzte Sieg für die Gastgeber bleiben, denn jetzt stachen die Trümpfe der Gäste.Vor einer tollen mitgereisten Fanschar, über die manche Mannschaft daheim froh sein würde, zogen die Gelenauer unwiderstehlich davon. Vor allem Sebastian Ecklebes souveräne Vorstellung mit blitzartigen Kontern beeindruckte und zog den Tauchaern endgültig den Nerv. "Ich bin heute stolz auf Dich", kassierte "Ecki" auch von Falk Hofmann ein Extralob. Als Michael Wehlan und Ingo Jäger erwartete und letztlich auch ungefährdete Erfolge draufgesetzt hatten, stand bereits vor dem letzten Duell der Mannschaftssieg für die Erzgebirger fest. Ondrej Jaros, der allerdings zunächst einige brenzlige Situationen überstehen musste, sorgte für den Schlusspunkt eines denkwürdigen Duells - denn nie zuvor konnte der RSK in Taucha gewinnen."Ein 14:11 für uns hatte ich anhand der Papierform errechnet. Aber ich muss vor allen den Hut ziehen, da es am Ende noch deutlicher wurde", freute sich der Trainer, der nun entspannt auf die Pflichtaufgabe gegen Sömmerda schauen kann.
Freie Presse (Thomas Schmidt)