Gelenau.
Daniel Franke holte sich am Wochenende bei den Mitteldeutschen Ringer-Meisterschaften die Goldmedaille im griechisch-römischen Stil. Damit knüpfte der Kämpfer der Wettkampfgemeinschaft RSK Gelenau/Zschopauer RV nahtlos an die Leistungen an, mit denen er das Jahr 2002 beendet hatte.
Als bester Punktesammler innerhalb der Mannschaft war er ein großer Leistungsträger in der 2. Bundesliga und ein Garant für den hervorragenden dritten Platz, der am Ende heraussprang. Fast wäre Franke in der zweithöchsten Ringerklasse Deutschlands ungeschlagen geblieben. Lediglich beim Spitzenreiter in Rostock musste sich der 24-Jährige in der Verlängerung hauchdünn geschlagen geben. Doch auch so kann sich die Bilanz von 17 Siegen in 18 Vergleichen sehen lassen. Von den 59,5 Punkten, die Franke erkämpfte, wird er 6,5 in besonderer Erinnerung behalten. "Am meisten habe ich mich über die beiden Siege gegen Stepanov gefreut", meinte der gelernte Zerspanungsmechaniker der Drehtechnik zum Abschneiden gegen den für Taucha ringenden mehrfachen Meister aus der Ukraine.Nicht nur im Beruf, sondern auch auf der Matte weiß Franke seit seinem siebten Lebensjahr, die "Drehtechnik" glänzend anzuwenden. Ausheber und Rolle zählen zu seinen Spezialtechniken, die das Gelenauer Publikum so gern von ihm sieht. Entzückt waren die Zuschauer auch vom Heiratsantrag seiner Freundin Alexandra, der Franke beim letzten Heimkampf das Ja-Wort gab. "Das war der krönende Abschluss eines tollen Jahres", erklärt der gebürtige Zschopauer, der im Februar 2002 selbst Vater geworden war.
Freie Presse (ab)