Zschopau.
Im Winter ist Toni Wohlgemuth oft auf Skiern oder mit dem Schlitten unterwegs. Fahrradfahren ist im Sommer angesagt. Doch mit einem Hobby beschäftigt sich der Zehnjährige unabhängig vom Wetter. Der Ringkampfsport steht seit vier Jahren im Mittelpunkt von Tonis sportlicher Betätigung.
Im vergangenen Jahr zahlten sich die zwei Trainingseinheiten pro Woche wieder einmal aus. Nach seinem Sieg bei den Landesmeisterschaften wurde der junge Athlet vom Zschopauer Ringerverein "Wildeck 95" bei den Mitteldeutschen Titelkämpfen Zweiter.
Toni erreichte seine bisher besten Platzierungen jeweils im Freistil. "Das liegt mir mehr, da ich durch die Beinangriffe viel mehr Möglichkeiten habe", erklärt die Zschopauer Nachwuchshoffnung. Und dennoch agiert der Zehnjährige auf der Matte sehr variabel. So sind zu seinen Spezialtechniken auch der Hüftwurf und die Rolle zu zählen. Trainer Björn Lehnert bezeichnet ihn aufgrund seines technischen und athletischen Könnens als "eines der größten Zschopauer Talente".
"Ich hoffe, dass er später den Schritt Richtung Sportschule wagt", erklärt Lehnert. So hat der junge Zschopauer wahrscheinlich bessere Chancen, in die Fußstapfen seiner Vorbilder zu treten. "Mir gefallen besonders Daniel Franke und Ondrej Jaros", erklärt Toni, der während der letzten Saison fast jeden Heimkampf des RSK Gelenau in der 2. Ringer-Bundesliga hautnah mitverfolgte. Doch auch daheim kann das ZRV-Talent in Sachen Athletik Einiges dazulernen. Sein Vater Mirko geht als Kraftsportler mit gutem Beispiel voran, Mutter Anett ist ebenfalls Ringerin (RSK Gelenau).
Freie Presse (ab)