Zschopau/Altenberg.
 Zum festen Bestandteil des Vereinslebens des Zschopauer Ringervereins hat sich in den vergangenen Jahren das alljährliche Abschlusswochenende entwickelt. Auch in diesem Jahr beteiligten sich wieder fast 40 Sportler, Betreuer, Vorstandsmitglieder und Eltern um drei Tage gemeinsam zu verbringen. Als Ziel hatte man sich in diesmal die Gegend um Altenberg ausgesucht... Nach der Anreise am Freitag Abend und kleinen Problemen bei der Zimmereinteilung in der Jugendherberge, die schließlich per Losentscheid gelöst wurden, sorgte das anschließende Grillen erst einmal für Stärkung der Kräfte. Dabei hatten wohl vor allem die jungen Ringer etwas zuviel abbekommen, sorgten die Nimmermüden doch für eine etwas unruhige Nacht im Hause. Dabei hatte der Abend für Jugendliche und Erwachsene ruhig begonnen, da weder das Dorfest noch das Zusammensitzen am Kamin den Teilnehmern alles abverlangte. Nach dem morgendlichen Frühstück zog es die Ringer am Samstag morgen zunächst ins Hochmoor. Zum Glück waren die Ringer mit "fachkundigen" Personal ausgestattet, so dass die Wanderung durch das Moor mit der ein oder anderen interessanten zu gleich aber auch unglaubhaft wirkenden Information angereichert werden konnte. Nach einer kurzen Mittagspause konnten die Zschopauer dann erstmals ihr fahrerisches Können unter Beweis stellen. Die Altenberger Sommerrodelbahn sorgte bei Groß und Klein für jede Menge Begeisterung und der ein oder andere brauste sogar in rekordverdächtigen Tempo talwärts. Nach diesen anstrengenden Fahrten musste natürlich erst einmal wieder eine Ruhepause eingelegt werden und so entschied man sich für einen Aufenthalt am nahe gelegenen Natursee. Während manch einer noch über das unpassende Wetter schimpfte, befanden sich die kleinen Wasserratten bereits im kühlen Nass. Mit Beachvolleyball und anderen Ballspielen sowie Wasserrutschen oder einfach nur relaxen vertrieb man sich die Zeit und als dann auch die letzten Wolken verschwanden trauten sich sogar einige der anfänglichen Skeptiker doch noch in das 19 Grad kalte Wasser. Nach der Widerankunft in der Jugendherberge bereiteten wenige Freiwillige zunächst das Abendbrot vor, während sich Alt und Jung in der Zwischenzeit in einem Tischtennismatch gegenüberstanden. Die alten Haudegen versuchten mit allen Tricks den jugendlichen Elan entgegenzuwirken, so dass wohl am Ende wohl von einem gerechten Unentschieden gesprochen werden kann. Zum Abschluss des Tages versammelte sich die Gruppe am gemütlichen Lagerfeuer. Bei Knüppelteig und anderen Leckereien wurde auch die ein oder andere interesannte Geschichte erzählt. Da auch die Ruhestörer der vorangegeganen Nacht es etwas ruhiger angingen verlebten alle eine ruhige Nacht. Scheinbar hatten die Strafen, die tagsüber bei jeder vollen Stunde vollzogen wurden, den Ringernachwuchs so sehr geschafft, das auch sie sich dem Schlaf nicht mehr widersetzen konnten. Lediglich Kassenchef Nico Richter hatte Probleme beim einschlafen, hatte man doch beim Lagerfeuer aus der Not heraus die Holzbestände der Herbergsmutter geplündert. Seine Bedenken um das noch zur Verfügung stehende Budget stellten sich jedoch als unbegründet heraus, erhob die Gastgeberin doch keinerlei weitere Forderungen gegenüber dem Verein. So konnte man auch den letzten Tag des Ausfluges mit frischen Wind in Angriff nehmen. Nach Frühstück und Zimmerräumung stand am Sonntag zunächst ein Besuch des Gaisinger Wildparks auf dem Programm. Danach ging es auf der Devel-Kart-Bahn noch einmal sportlich zu. Todesmutig stürzten sich die Ringer mit ihren Kart-Autos das Feld hinunter. Allerdings bestanden nicht alle Fahrzeuge den von Thomas Neumann durchgeführten Elch-Test. Nach seinem Sturz waren aber auch die restlichen Heißsporne gewarnt so dass jeder gesund den Parcours wieder verlassen konnte. Nach einem abschließenden Eisessen traten die ZRV-Ringer die Heimreise an. Allerdings dürften die Pläne für eine weitere Fahrt im nächsten Jahr nach diesem gelungenen Wochenende wohl schon bald in den Schubfächern der Vorstandsmitglieder liegen.
Freie Presse (Björn Lehnert)