Zschopau.
 Bei den Landesmeisterschaften der Jugend D in Zschopau holte sich Louis Otto vom RSK Gelenau den zweiten Titel in dieser Saison. Der 11-jährige Sportgymnasiast erkämpfte sich nach seinem Sieg im freien Stil in der Zschopauer MAN-Turnhalle auch den Titel bei den Klassikern. Dagegen blieb dem gastgebenden Zschopauer Ringerverein nur einmal Bronze durch Toni Wohlgemuth. In der Gewichtsklasse bis 38 kg wurde Louis Otto seiner Favoritenrolle gerecht. Wie schon bei den Freistilmeisterschaften konnte ihn kein Gegner ernsthaft gefährden. Mit seiner diesmal vor allem technisch-taktisch überzeugenden Leistung kämpfte er sich souverän durch die Vorrunde und sicherte sich mit einem Schultersieg im Finale die Goldmedaille und gleichzeitig das Double. Dagegen musste die große Medaillenhoffnung des Zschopauer Ringervereins, Toni Wohlgemuth (31 kg), durch ein wahres Wechselbad der Gefühle. Zwar startete Wohlgemuth vor heimischen Publikum mit einem Schultersieg, doch in Runde zwei folgte eine nicht eingeplante Niederlage. Nun schien der Lokalmadator praktisch vor dem Aus, stand doch in Runde drei das Duell mit Angstgegner und Titelfavorit Felix Böttcher aus Plauen auf dem Programm. Mit einer beherzten Leistung beförderte Wohlgemuth den Vogtländer auf beide Schultern und durfte für einen kurzen Moment wieder vom Titel träumen. Doch durch eine ungünstige Wettkampfkonstellation wurde Wohlgemuth nur zweiter in seiner Vorrundengruppe und stand damit lediglich im Finale um Platz drei. Hier gab es für den Zschopauer dann allerdings einen versöhnlichen Abschluss. Mit einem Schultersieg holte er sich zum zweiten Mal in diesem Jahr die Bronzemedaille. Weniger erfolgreich lief das Turnier für die anderen einheimischen Starter. Zwar wurde Gelenaus Patrick Bunge (34 kg) mit einer guten Leistung Fünfter, aber weder seine Teamkollegen Kilian Steinert Richy Christoph (beide 38 kg) und Martin Schneider (34 kg), noch die Zschopauer Kenny Süß (50 kg, 6. Platz), Rene Riedel (34 kg) und Steve Buttke (46 kg) konnten sich im Vorderfeld platzieren. Auch organisatorisch erfühlten sich für den gastgebenden Verein nicht alle Hoffnungen. Nur 67 von insgesamt 100 gemeldeten Startern fanden den Weg in die große Kreisstadt und zudem sorgten Computerprobleme bei der Wettkampfleitung für ungewollte Pausen.
Freie Presse (Björn Lehnert)