Gelenau.
Dramatik pur im letzten Kampf des Abends: Nach einer Verwarnung
Sekunden vor dem Abpfiff muss Peter Ehnold gegen seinen Kontrahenten aus
Albrechts in die Verlängerung. In der neunten Minute die Erlösung: Der
Gelenauer Ringer sichert sich durch einen Beinangriff einen hauchdünnen
4:3-Erfolg. Die 460 begeisterten Zuschauer im Sportareal "Erzgebirgsblick"
springen auf und feiern den neunten Saisonsieg des RSK in der 2. Bundesliga.
Über weite Strecken verlief das Duell der beiden "Jugendkräfte" jedoch
weitaus weniger dramatisch, als der letzte Vergleich vermuten lässt. Die
Gelenauer wurden ihrer Favoritenrolle in souveräner Manier gerecht. Durch
acht Siege - vier davon vorzeitig - bezwangen sie die Gäste aus Thüringen
klar mit 25:8. "Heute lief einfach alles nach Plan", freute sich RSK-Trainer
René Schreiter, der dieser Leistung das Prädikat "super" verlieh. Auch den
unterlegenen Robin Schmidt und Alexander Böhm machte er keinen Vorwurf. Ihre
Niederlagen waren einkalkuliert, zumal es Böhm mit dem Olympia-Vierten von
Sydney zu tun hatte.
Zehn Minuten vor Kampfbeginn war sich Schreiter noch nicht ganz sicher
gewesen. Doch seine Schützlinge sollten auf der Matte schnell alle Zweifel
wegfegen. Nach dem wieder einmal deutlichen Auftakterfolg von Daniel Franke
wiesen Johannes Mai und Falk Hofmann den Weg. Während Mai deutlicher siegte
als erwartet, brachte Hofmann seine 7:1-Führung trotz einer Knieverletzung
über die Zeit. Nachdem Michael Wehlan nach Punkten gewonnen hatte, machten
die meisten seiner Teamkollegen kurzen Prozess. Sebastian Ecklebe gelang ein
beeindruckender Schultersieg. Ingo Jäger und Ondrej Jaros waren dank ihrer
Rollen und Ausheber technisch überlegen.
(ab)