Gelenau.
Es begann schlecht, endete dafür umso schöner. Denn wie die WKG Gelenau II/Zschopau in Sachsens Ringer-Oberliga den SV Weißwasser abfertigte, nötigte selbst Bundesligatrainer René Schreiter Respekt ab: "Ein ganz dickes Lob."
Dabei waren die Kinnladen der Gastgeber nach zwei Schulterniederlagen zu Beginn abgeklappt. Und so brauchte die WKG vier Punktsiege, um auszugleichen, dann aber schluckte sie die dritte "Pille". Tragisch: Bei 4:3 Siegen für die Gelenauer stand es 12:8 für Weißwasser!
Entmutigen ließen sich die Heißsporne diesmal nicht. André Manegold sorgte für das 12:12, Kay Haase brachte die Gastgeber in Führung und Stefan Manegold krönte das Ganze mit seinem Schultersieg. Vor allem vor Letzterem kann nur der Hut gezogen werden. Morgens bei der Bezirksmeisterschaft musste er wegen eines Zusammenpralls aufgeben, verbrachte mehrere Stunden im Chemnitzer Krankenhaus, um am Abend trotz seiner vier wackelnden und gespaltenen Zähne den entscheidenden Erfolg beizusteuern.
Neben Ralf Richter, Daniel Schölzel und Robert Klunker gelang Tommy Einhorn der bemerkenswerteste Erfolg. Wie der 15-Jährige den Routinier Andreas Panoscha in der Verlängerung bezwang, nötigte einfach Respekt ab. "Sieben Einzelsiege gegen Weißwasser. Das hätte niemand für möglich gehalten", strahlte Mannschaftsleiter Jörg Otto.
(mas)