Potsdam.
Die Ansprüche ändern sich. Während noch vor Jahresfrist ein Sieg in Potsdam umjubelt worden wäre, meinte RSK-Chef Steffen Mai nach dem Duell am Sonnabend: "Wir mussten mehr schwitzen als uns lieb war." Am Ende reichte es für den RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau in der 2. Ringer-Bundesliga beim RC Potsdam nach jeweils fünf Siegen zu einem hauchdünnen 18:16-Erfolg. Es wurde deshalb so knapp, weil erstmals in der Saison drei Duelle vorzeitig verloren wurden. Während dies bei Alexander Böhm noch abzusehen war, ließ sich Johannes Mai nach der Pause bei einem Einsteiger "zusammenfalten". Nicht druckreife Worte aber musste sich vor allem Thomas Manthei anhören, der sich freiwillig auf die Schultern legte. "Unakzeptabel", schimpften die Mannschaftskollegen und Trainer René Schreiter, der zudem noch eine vermeidbare Niederlage von Ingo Jäger notieren musste. Dass es reichte, war den Gewinnern auf Gelenauer Seite zu verdanken. Denn Daniel Franke, Michael Wehlan und Ondrej Jaros brillierten mit Überlegenheitssiegen, nachdem Falk Hofmanns Kontrahent bereits nach dem Wiegen passen musste - zu schwer. Peter Ehnold musste also nur noch über die Runden kommen. Der 23-Jährige hielt die Mini-Wertung erst in der Verlängerung ab. "Kommenden Sonnabend dürfen wir uns gegen Berlin derartige Pleiten nicht leisten", ist sich Schreiter sicher.
(© Freie Presse)