Gelenau.
Mit Dramatik bis zur letzten Sekunde und einem Sieg nach Ende der
zehn Kämpfe wurden am Sonnabend die mehr als 500 Zuschauer in Gelenau
belohnt. Mit diesem ersten Erfolg, den der RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau
gegen den AC Taucha schaffte, eroberten sich die Erzgebirger wieder den 3.
Platz in der 2. Ringer-Bundesliga und können nun mit Zuversicht zum
Schlusslicht Sömmerda reisen. Wenngleich die Niederlagen von Johannes Mai und
Peter Ehnold generell sowie die hohen Punktdifferenzen in Sebastian Ecklebes und André Manegolds
Vergleichen unnötig erschienen, sprach RSK-Trainer René Schreiter am Schluss
mit Achtung von seiner Truppe. "Sie hat sich geschlossen präsentiert und
keinen Kampf vorzeitig verloren. Dies brachte den knappen Vorsprung", meinte
er zufrieden. Bevor er dieses Resümee allerdings ziehen konnte, war Einsatz
angesagt. Dafür sprechen fünf Siege auf jeder Seite. Daniel Franke machte
sein Versprechen wahr. Erstmals bezwang er den zweifachen ukrainischen Meister Stepanow und reckte noch lange danach die
Siegerfaust gen Hallendach: "Ich bin überglücklich." Er legte damit die
Basis für die Gelenauer, die Falk Hofmann anschließend veredelte. Denn wie
er den 22 Kilogramm schwereren Zinnecker zweimal warf, nötigte Respekt ab
und versetzte die Fans in Entzücken. Michael Wehlan war zwar nach seiner
Virusinfektion platt, sicherte jedoch einen klaren Vorsprung, den Ingo Jäger
mit dem einzigen Abbruchsieg des Abends noch übertraf. Nachdem auch Thomas
Manthei über die Zeit kam, lief alles auf das Duell von Ondrej Jaros und
Heiko Heinemann hinaus - wie es die Fans erhofft hatten. Beide waren im
Vorjahr von der Matte gejagt worden. Wäre das Gleiche passiert, hätte der
RSK 11:11,5 verloren. Das Knistern in der Halle blieb spürbar. Doch der
Tscheche ließ sich diesmal nicht provozieren. Er beherrschte Heinemann
klarer, als es das 2:1 ausssagt.Fazit: Ein toller Abend mit einem verdienten
Sieger. Das Publikum sah in
55:30 Minuten effektiver Kampfzeit 79 technische Wertungspunkte, 43 davon
für die Einheimischen.
(Thomas Schmidt)