Gelenau.
 In der vergangenen Saison der 2. Bundesliga hatten die Ringer des RSK "Jugendkraft 1898" Gelenau eine schwere Zeit zu überstehen. In den ersten fünf Kämpfen sollte dem Team lediglich ein Sieg gelingen. Oft verhinderten Verletzungen die bestmögliche Besetzung der Mannschaft. Stellenweise hatte Trainer René Schreiter bis zu acht Ausfälle zu beklagen. Unter anderem fiel Neuzugang Sebastian Torney mit einer Knieverletzung die gesamte Saison über aus, weshalb sich die Situation in den oberen Gewichtsklassen zuspitzte.
Den Kampfgeist konnte den Gelenauern jedoch niemand nehmen, was von den treuen Fans in jedem Heimkampf honoriert wurde. Trotz aller Probleme zog der Club wieder zahlreiche Anhänger ins Sportareal "Erzgebirgsblick". Bei den Derbys gegen Thalheim und Auerbach brachten jeweils knapp 900 Zuschauer die Halle zum Beben. Dank einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Saisonhälfte, die mit fünf Siegen, einem Unentschieden und nur zwei Niederlagen abgeschlossen wurde, sprang am Ende immerhin noch ein achtbarer 6. Platz heraus. Unter anderem konnte man sich bei der WKG Pausa/Plauen, dem KFC Leipzig und dem AC Taucha eindrucksvoll für die Pleiten aus der Hinrunde revanchieren. Endlich konnte neben den Leistungsträgern Daniel Franke, Michael Wehlan und Ondrej Jaros auch Mario Trautmann ins Geschehen eingreifen, der sich als echte Verstärkung erweisen sollte.
Doch Trainer René Schreiter will keine Einzelathleten in den Mittelpunkt rücken. Er war im vergangenen Jahr begeistert vom Teamgeist der gesamten Mannschaft: "Die Truppe hat zusammengehalten, die Misere gut überstanden und am Ende noch das Beste draus gemacht." Nachdem der RSK nun bewiesen hat, dass er auch eine Krise überstehen kann, hat Schreiter für die kommende Saison wieder höhere Ziele ausgegeben. "Wir streben eine bessere Platzierung an als im Vorjahr", so der Coach.
Freie Presse (anr)