Zschopau.
Schon oft hat Tom Weber in Gelenau die Ringer der Wettkampfgemeinschaft RSK Gelenau/Zschopauer RV bei ihren Kämpfen in der 2. Bundesliga beobachtet. Dabei konnte er sich Einiges in Sachen Taktik und Technik abschauen. Doch am meisten liebt es der neunjährige Zschopauer, selbst die Matte zu betreten. Dann kann er beweisen, was er im Training gelernt hat. Und offenbar hat Coach Björn Lehnert gute Arbeit geleistet, denn sein Schützling konnte 2003 auf Landesebene zwei Bronzemedaillen erkämpfen.
Als größten Erfolg in seiner bisherigen Karriere bezeichnet Weber den dritten Platz bei den Landesmeisterschaften der E-Jugend. Doch auch bei den Landesjugendspielen schaffte er den Sprung aufs Podest. Dabei kam ihm wieder einmal seine Lieblingstechnik zugute: der Kopfhüftwurf. Diesen Griff beherrscht der junge Zschopauer nach intensiven Übungseinheiten unter Lehnert sehr gut. Dass neben der Technik auch viele Spiele zum Trainingsprogramm des Zschopauer Ringerverein "Wildeck 95" gehören, gefällt Weber sehr gut. Wenn er montags und freitags in der Turnhalle der Bebel-Schule mit seinen Vereinskameraden dem Sport nachgeht, geschieht dies auch in Form von Faustball, Rollenfanger oder Fußball. Und selbst bei den Krafteinheiten, wie zum Beispiel das Klettern an den Seilen, hat der Neunjährige viel Spaß.
Trainer Björn Lehnert ist sehr beeindruckt vom Trainingsfleiß des Zschopauers. Seit nunmehr drei Jahren hat dieser seinen Hobbys ein weiteres hinzugefügt. Neben dem Beobachten von Tieren, dem Lesen von Harry-Potter-Büchern und Fernsehen ringt Tom Weber gern - und erfolgreich. "Er hat das Gefühl für den Ringkampf", meint Lehnert. Zudem glaubt er psychische Stärken in den Wettkämpfen ausgemacht zu haben: "Er denkt in den Kämpfen nicht lange über etwas nach, sondern agiert sehr befreit." Doch der Trainer weiß auch, dass noch viel Arbeit notwendig ist, um auch weiterhin Erfolge einzufahren. "Ich versuche mich immer weiter zu steigern", lautet das Ziel von Tom Weber. Und deshalb will er sich auch weiterhin im Training schinden und sich von den Bundesliga-Kämpfern in Gelenau einige neue Techniken abschauen.
Freie Presse (anr)